PAE im Detail

Sie möchten sich im Detail über die Prostata-Arterien-Embolisation informieren? 
Hier sind Sie richtig.

Das Problem BPH / Gutartige Prostatavergrößerung


Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) betrifft viele Männer ab dem mittleren Alter. Durch das gutartige Wachstum der Prostata kann die Harnröhre eingeengt werden, was zu Beschwerden beim Wasserlassen führt – unter anderem häufiger Harndrang, verzögerter Beginn des Wasserlassens, schwacher Harnstrahl sowie ein Restharngefühl.
Traditionell wird BPH zunächst medikamentös behandelt. Allerdings verursachen die gängigen Medikamente nicht selten unerwünschte Nebenwirkungen wie Schwindel, Erektionsstörungen oder Depressionen. Zudem ist die Wirksamkeit der Medikamente oft von begrenzter Dauer, nach einigen Jahren nehmen die Beschwerden dann häufig erneut zu. Die operative Therapie erfolgt in den meisten Fällen mittels TUR-P (transurethrale Resektion der Prostata). Bei diesem Verfahren wird überschüssiges Prostatagewebe über die Harnröhre mit einer elektrischen Schlinge abgetragen. Zudem stehen Laser-basierte Verfahren (z. B. HoLEP) zur Verfügung. Hierbei wird überschüssiges Gewebe mittels Laser abgetrennt, in der Harnblase zerlegt und über die Harnröhre abtransportiert. Wenngleich die Verfahren gut wirken, können bei diesen Eingriffen Komplikationen wie Blutungen oder eine dauerhafte Harninkontinenz entstehen. Auch die häufig einhergehende retrograde Ejakulation (der rückwärtige Samenerguss in die Harnblase) wird von vielen Männern als störend empfunden.

Die PAE ist ein bildgesteuertes Verfahren, das in der interventionellen Radiologie entwickelt wurde. Zunächst wird in örtlicher Betäubung ein knapp 1,5 mm messender Zugang zu den Beckenarterien geschaffen. Anschließend navigiert der Operateur anhand einer mittels 3D-Angiographie und KI-gestützten Navigation zu den Blutgefäßen der Prostata. Ausgewählte Blutgefäße werden mit 0,25 mm großen Kügelchen verschlossen, sodass die Prostata an diesen Stellen nicht weiter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und sich das Gewebe in der Folge zurückbildet.

Was ist die PAE?

Die Vorteile der PAE 

  • Minimalinvasiv – keine großen Schnitte und Verletzungen, nur minimale Punktion
  • Eingriff erfolgt nicht über die Harnröhre, kein Blasenkatheter notwendig
  • Keine Vollnarkose nötig – lediglich kleine örtliche Betäubung an Punktionsstelle
  • Sehr kurzer stationärer Aufenthalt – in der Regel Entlassung am Folgetag
  • Erfolgsquote bei über 90%
  • Leitliniengerechter Eingriff

3D-Navigation

Zu Beginn der Prostata-Arterien-Embolisation erstellen wir ein hochauflösendes 3D-Modell der Beckenarterien. Mittels KI-Software berechnen wir den Weg zur Prostata, ähnlich einem Navigationssystem im Auto. Die Vorteile für unsere Patienten: Eine konkurrenzlos niedrige Strahlendosis und maximale Präzision während des Eingriffs - belegt durch hochrangig publizierte Studien.

Veröffentlichungen unter Beteiligung von Katoh + Schott:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00270-024-03841-7

 

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1183-5438

 

https://www.jvir.org/article/S1051-0443(19)30466-X/abstract

PAE ist Leitlinienmedizin

Seit 2023 ist die PAE offiziell als geeignetes Verfahren zur Behandlung des Benignen Prostatasyndroms in der S2e Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. enthalten. Die gesamte Leitlinie zum Nachlesen finden Sie hier.

FAQ

Wie ist die Erfolgsquote?

Sind Anschlussbehandlungen nötig?

Wann kann ich wieder arbeiten?

Wann kann ich wieder Sport machen oder mich körperlich ertüchtigen?